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Die Geschichte der Adamekhütte ist gleichzeitig die Geschichte der touristischen Erschließung des Dachsteingebietes. 

Der Dachstein war immer schon ein Objekt mit unglaublicher Anziehungskraft auf Menschen mit Bergsteigerblut in den Adern. Als Peter Gappmaier  1832 zum ersten Mal auf seinem Gipfel stand, war das Besteigen der Berge noch keineswegs salonfähig, vielmehr herrschte großer Respekt vor den unwirtlichen Gebirgsregionen. Durch Touristen, die Mitte des vorigen Jahrhunderts durch das Verlangen nach geeigneten einheimischen Führern Geld in die entlegenen Bergdörfer brachten, erwachte der Gedanke, die Berge auch als Wirtschaftsfaktor zu nutzen. 

Die parallel sich entwickelnde Aufklärung der Bevölkerung über die bis dahin kaum bekannten Regionen durch alpine Vereine wie dem Alpenverein und durch einzelne Forscher wie Prof. Friedrich Simony (1813 - 1896) im Dachsteingebiet ebnete dieser Entwicklung die Wege.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts boomte der Tourismus immer mehr. Es wurde der Ruf nach immer besser ausgestatteten Bergsteigerunterkünften laut. Im Dachsteingebiet wurde diesem Verlangen 1904 durch einen kühnen Plan Rechnung getragen: durch die Sektion Austria des ÖAV wurde eine Hütte mit damals hohem Komfort am "Brotstein" (hier wurde bei Dachsteinbesteigungen regelmäßig gerastet) auf 2196 m geplant die Adamekhütte!

Bevor mit dem Bau der Hütte begonnen werden konnte, mußte ein auch von Nicht-Bergsteigern begehbarer Weg geschaffen werden. Damals waren die Italiener führend im Wegebau, deshalb wurde aus diesem Teil der Monarchie ein solcher Handwerker Namens Rossi geholt. Er legte im Laufe von 2 Jahren den Weg in der auch heute noch bestehenden Form an, mit kunstvollen Steinmauern und einer Neigung von nicht mehr als 10% . Bei der Schwierigkeit des Geländes eine Meisterleistung!
Während der Bauzeit hauste dieser Italiener mit Frau und Kindern entlang des Weges in selbstgebauten Hütten aus Stein, deren Überreste auch heute noch erkennbar sind.

(C) Adamekhütte