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Geschichte
Die Geschichte der Adamekhütte ist gleichzeitig die Geschichte der touristischen Erschließung des Dachsteingebietes.
Der Dachstein war immer schon ein Objekt mit unglaublicher Anziehungskraft auf Menschen mit Bergsteigerblut in den Adern. Als Peter Gappmaier 1832 zum ersten Mal auf seinem Gipfel stand, war das Besteigen der Berge noch keineswegs salonfähig, vielmehr herrschte großer Respekt vor den unwirtlichen Gebirgsregionen. Durch Touristen, die Mitte des vorigen Jahrhunderts durch das Verlangen nach geeigneten einheimischen Führern Geld in die entlegenen Bergdörfer brachten, erwachte der Gedanke, die Berge auch als Wirtschaftsfaktor zu nutzen.
Die parallel sich entwickelnde Aufklärung der Bevölkerung über die bis dahin kaum bekannten Regionen durch alpine Vereine wie dem Alpenverein und durch einzelne Forscher wie Prof. Friedrich Simony (1813 - 1896) im Dachsteingebiet ebnete dieser Entwicklung die Wege.
1885 wurde die Hütte genaralsaniert - sie wurde innen mit einer Holzvertäfelung versehen, um dem Durchzug Einhalt zu gebieten, das Dach wurde neu gedeckt, die Fugen verkittet.
1888 wurde der Weg zur Hütte renoviert und auch gleich bis zum Gletscher weitergezogen, da das Interesse an hochalpinen Unternehmungen immer mehr stieg.
Bevor mit dem Bau der Hütte begonnen werden konnte, mußte ein auch von Nicht-Bergsteigern begehbarer Weg geschaffen werden. Damals waren die Italiener führend im Wegebau, deshalb wurde aus diesem Teil der Monarchie ein solcher Handwerker Namens Rossi geholt. Er legte im Laufe von 2 Jahren den Weg in der auch heute noch bestehenden Form an, mit kunstvollen Steinmauern und einer Neigung von nicht mehr als 10% . Bei der Schwierigkeit des Geländes eine Meisterleistung! Während der Bauzeit hauste dieser Italiener mit Frau und Kindern entlang des Weges in selbstgebauten Hütten aus Stein, deren Überreste auch heute noch erkennbar sind.
Gebaut wurde sie hauptsächlich von damals billigen Arbeitern aus dem italienischen Trentino, Gosauer waren nur in geringer Anzahl, und da hauptsächlich für höher qualifizierte Aufgaben eingesetzt.
Der Bau der Hütte war ein schwieriges Unterfangen, zumal damals der Gletscher noch in unmittelbarer Nähe der Hütte war ("einen Steinwurf entfernt"), und das Klima entsprechend rauher war.
Nach dem Krieg brachen jedoch bessere Zeiten an. Der Tourismus florierte, und damit auch der Bergurlaub. Das Wirtschaftswunder schlug sich auch auf die Adamekhütte nieder.
Alpinistische Höchstleistungen an den umliegenden Felsen und Wänden wurden vielfach erst möglich durch das Vorhandensein der schützenden Mauern und durch die Fürsorge der Hüttenwirte. Ein Zeugnis dafür legen die vielen dankbaren Einträge im Tourenbuch der Hütte ab.
Die Adaption der Hütte wurde mit viel Fingerspitzengefühl vorgenommen, es wurde auf eine ökologisch angepasste Bauweise geachtet und bewusst auf Luxus verzichtet, ohne Einbußen beim bergsteigergerechten Komfort hinzunehmen.
(C) Adamekhütte